Holzinvestment: Investition in Nachhaltigkeit

Ein Holzinvestment bietet mehr als nur lukrative Renditechancen. Anleger haben mit einem Holzinvestment die Möglichkeit, in eine nachhaltige Forstwirtschaft zu investieren. Auf diese Weise lässt sich die Geldanlage in Holz mit einem wertvollen Beitrag für den Umweltschutz kombinieren. Das Holzinvestment verspricht hohe Renditemöglichkeiten. Kein Wunder: Die Nachfrage nach Holz ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Vor allem Edelhölzer wie Teak sind gefragt. Dabei ist seit 2012 die Einfuhr von illegal geschlagenem Teakholz in die EU verboten. Auch für andere geschützte Holzarten gibt es strenge Bestimmungen, so dass zertifiziertes Holz von Plantagen weiterhin an Wert gewinnt.

Wieso lohnt sich gerade jetzt ein Bauminvest?

Unter Bauminvest oder Bauminvestment versteht sich eine nachhaltige Geldanlage. Auch wer erst jetzt einsteigt, kann von der wachsenden Holz-Nachfrage in den kommenden Jahrzehnten profitieren – etwa in Form von einem Teak Investment, bei dem Anleger auf die Nachfrage nach hochwertigem Teak-Holz setzen. Je mehr beispielsweise der Wohlstand in den asiatischen Ländern wächst, desto mehr ist dort gutes Holz für Möbel oder den Hausbau gefragt. Anleger können beim Bauminvest in der Regel Besitzer einer bestimmten Anzahl von Bäumen werden. Als Setzlinge gepflanzt wachsen sie über Jahre hinweg, bis sie nach 15, 20 oder mehr Jahren gefällt und hochpreisig verkauft werden. Das Bauminvest stellt so eine langfristige Kapitalanlage dar.

So funktioniert ein Holzinvestment

Unter dem Begriff „Holzinvestment“ sind verschiedene Formen der Geldanlage zu verstehen. Während teilweise die Investition in Holzaktien, also der Erwerb von Aktien holzverarbeitender Unternehmen, mit dem Holzinvest gemeint ist, handelt es sich in der Regel um die Investition in Plantagen auf denen Bäume angebaut werden. Besonders die Anlage in eine nachhaltige Forstwirtschaft, wie sie etwa von dem Unternehmen Life Forestry angeboten wird, ist dabei für viele Anleger interessant. Denn bei dieser Form des Holzinvestments erwirbt der Anleger eine bestimmte Anzahl von Jungbäumen. Diese werden dann im Rahmen des Investments gepflegt und nach Ablauf der Laufzeit „geerntet“. Wichtig bei der nachhaltigen Forstwirtschaft – Abholzung und Neubepflanzung der Plantagen halten sich in der Waage. Es wird also bei diesem Holzinvestment kein wertvoller Regenwald abgeholzt.

Wo kann in Holz investiert werden?

Nicht alle Gebiete der Erde eignen sich für nachhaltige und renditestarke Forstwirtschaft. Das liegt zum einen daran, dass gute Nutzhölzer nicht in jedem Klima gedeihen. Zum anderen sollte der Staat, in dem Wald bewirtschaftet wird, über ein politisch stabiles System verfügen, sonst drohen im schlimmsten Fall Enteignungen und damit der Verlust des angelegten Kapitals. Darüber hinaus stehen nicht überall geeignete Brachflächen für die Anlage neuer Baumplantagen zur Verfügung. Zahlreiche Projekte in Osteuropa setzen beispielsweise auf die Nutzung und Bewirtschaftung bestehender Wälder, anstatt neue Bäume zu pflanzen.

Die meisten nachhaltig bewirtschafteten Baumplantagen befinden sich in Mittel- und Südamerika. Wer in Holz investieren möchte, kann somit zwischen Projekten in Ländern wie Costa Rica, Paraguay, Ecuador oder Panama wählen. In den Staaten mit subtropischem Klima wachsen Edelhölzer wie Teak besonders gut. Allerdings muss bei der Auswahl des Standorts auch darauf geachtet werden, dass die Bäume nicht durch andere Umweltbedingungen gefährdet werden. So sind Projekte in direkter Küstennähe genauso zu vermeiden wie in üblichen Einzugsgebieten von tropischen Wirbelstürmen. Auf diese Weise lässt sich das Risiko eines Verlustes beispielsweise infolge von Überschwemmungen am besten minimieren.

Holzinvestment in Costa Rica

Costa Rica ist nicht nur für eine Urlaubsreise ein Traumziel. Wer sein Geld anlegen will, kann es dort in edles Tropenholz, beispielsweise Teak, investieren und sich nach einigen Jahren einer ordentlichen Rendite von bis zu zwölf Prozent erfreuen. Grund dafür sind nicht zuletzt die idealen klimatischen und politischen Bedingungen für ein Holzinvestment in Costa Rica.

Wie funktioniert ein Holzinvestment in Costa Rica?

Wer sein Geld in ein Holzinvestment in Costa Rica fließen lässt, wird häufig Direktinvestor. Dabei erwirbt ein Anleger einzelne Baumsetzlinge, die in einer Plantage angebaut werden. Die Rendite wächst dann förmlich mit den Bäumen in die Höhe. Anleger können bei ausbleibender Preissteigerung mit nur vier Prozent, bei einer besonders günstigen Entwicklung jedoch mit 13 Prozent Rendite rechnen. Verglichen mit den sonst üblichen Renditen auf dem Kapitalmarkt, ist ein Holzinvestment in Costa Rica die reinste „Goldgrube“.

Doch selbst wenn das tropische Klima in Costa Rica ein schnelles Wachstum des Holzes begünstigt, brauchen Holzinvestoren Geduld. Eine erste Auszahlung erfolgt meist im Rahmen einer Ausforstung nach zehn Jahren. Der vollständige Gewinn lässt sich erst zum Ende der Wachstumsphase – nach 15 bis 20 Jahren ermitteln. Daher ist ein frühzeitiger Ausstieg aus der Direktinvestition je nach Anbieter gar nicht oder nur unter größeren finanziellen Einbußen durch vorzeitigen Verkauf möglich.

Flexiblere Anlagemethoden – geringere Renditen

Wer sich die Möglichkeit des flexibleren Ausstiegs jedoch offen halten will, der kann beispielsweise in einen offenen Fonds investieren. Über diesen Fonds wird das Geld meist in verschiedene Plantagen, Wälder und/oder einzelne Holzaktien investiert. Bei dieser Art des Holzinvestments wird zwar jährlich eine Rendite fällig, sie kann jedoch geringer ausfallen als bei einer Direktinvestition. Neben den Fonds gibt es außerdem Holz-Zertifikate oder einzelne Holzaktien, in die Anleger investieren können. Doch gerade Aktien, mit denen in ein bestimmtes Holzunternehmen investiert wird, geben Anlegern weniger Sicherheiten als beispielsweise ein offener Fonds.

Holz ist nicht gleich Holz: Traumrenditen mit tropischem Teakholz

Die Holzinvestition in Costa Rica ist deshalb so vielversprechend, weil die Prognosen für den Holzpreis auch für die Zukunft gut stehen. Das Angebot an Teakholz ist immer noch zu gering und die Nachfrage nach tropischem Edelholz wird nach aktuellen Einschätzungen weiterhin anhalten. Denn die Einsatz- und Verarbeitungsmöglichkeiten des beliebten Teakholzes sind äußerst vielfältig. Die Beschaffenheit des Teakbaumes spricht also für sich und sie vermittelt auch Investoren Sicherheit: Mit seiner dicken Rinde besitzt der Baum ein natürliches Schutzschild gegen Parasiten, Raupen und Bakterien. Zudem ist der Baum dadurch auch beinahe resistent gegen Brände.

Für weitere Sicherheit sorgt die Anbau-Erfahrung von Besitzern zertifizierter Plantagen. Sie wissen, unter welchen Bedingungen die Bäume am besten angepflanzt werden und halten internationale soziale und ökologische Standards ein.

Wann ist ein Holzinvestment in Costa Rica sinnvoll?

Grundsätzlich ist Costa Rica als Investitionsland für Teakholz ganz besonders geeignet: Die klimatischen Bedingungen sind für das Wachstum der Teak-Bäume ideal, die politischen Verhältnisse sind seit über 60 Jahren stabil und der Staat selbst setzt verstärkt auf ökologische Maßnahmen und Ökotourismus.

Interessierte Anleger sollten außerdem auf die Zertifizierung von Plantagen achten. Eine Auszeichnung mit beispielsweise dem FSC (Forest Stewardship Council)-Siegel verspricht die Einhaltung bestimmter sozialer und ökologischer Standards. Dadurch wird sichergestellt, dass faire Arbeitsbedingungen herrschen und der Anbau nur auf ehemaligem Brach- und Weideland erfolgt. Schließlich soll mit einem Holzinvestment die Umwelt unterstützt sowie das ökologische Gewissen beruhigt und nicht die zusätzliche Rodung der Regenwälder vorangetrieben werden.

Risiken eines Holzinvestments in Costa Rica

Da Costa Rica, das auch „die Schweiz Zentralamerikas genannt wird“, sowohl politisch als auch klimatisch stabile Bedingungen für beständiges Holzwachstum liefert, können sich Anleger diesbezüglich beruhigt fühlen. Eine 100-prozentige Sicherheit kann ihnen trotzdem niemand für ihr Holzinvestment geben: Unvorhersehbare Naturkatastrophen stellen beispielsweise einen Risikofaktor dar, der schlimmstenfalls den Totalverlust der Investition zur Folge hat.

Was ist das FSC Zertifikat?

Der Forest Stewardship Council, kurz FSC, ist eine gemeinnützige Organisation, die sich der Wahrung der nachhaltigen Forstwirtschaft verschrieben hat.

Unter diesem Begriff versteht der FSC nicht nur die Waldwirtschaft nach hohen ökologischen Standards, sondern auch die Wahrung von festgelegten ökologischen und sozialen Kriterien. Ursprünglich im Jahr 1993 in Toronto gegründet, ist der FSC inzwischen weltweit aktiv, hat seinen internationalen Sitz in Bonn und zertifiziert Betriebe und Plantagen mit dem FSC-Siegel.

Um als Forstbetrieb eine FSC-Zertifizierung zu erhalten, bedarf es einer Reihe von Voraussetzungen. So kommen nur Betriebe infrage, die langfristige Nutzungsrechte bzw. Besitzansprüche an den jeweiligen Ländereien haben. Bei der Bewirtschaftung müssen die Rechte der indigenen Völker gewahrt werden. Gleichzeitig muss die Bewirtschaftung sowohl dem sozialen und ökonomischen Wohlergehen der Arbeiter als auch der ansässigen Bevölkerungen dienen. Hinzu kommen diverse Bestimmungen vonseiten des FSC hinsichtlich des Umweltschutzes. So wird das FSC-Siegel nur dann gewährt, wenn die Artenvielfalt nicht beeinträchtigt wird. Aufgrund der strengen Auflagen des FSC ist das Siegel mittlerweile nicht nur bei der Auswahl eines geeigneten Projekts für ein Holzinvestment gern gesehen. Umweltbewusste Verbraucher können auch beim Erwerb von Holzmöbeln, Schreibwaren und sogar Windeln anhand des FSC-Siegels erkennen, ob die Materialien aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen.

Teak Investment – nachhaltige Geldanlage

Teak ist ein sehr wertvolles Holz und daher weltweit gefragt. Denn das Holz weist besondere Eigenschaften auf. Es lässt sich sehr gut verarbeiten und trocknet ohne Reißen und Werfen. Heimisch ist der Teakbaum in Süd- und Südostasien und gehört zu den wenigen tropischen Nutzhölzern, die in Plantagen angebaut werden können. In der Regel werden Anleger durch ihr Teak Investment Eigentümer der Bäume und erzielen durch den späteren Verkauf Gewinne. Ein Teakholz Investment ist im Vergleich zu anderen Geldanlagen sehr lukrativ, da die Renditen bestenfalls im zweistelligen Bereich liegen können.

Dauerhaft steigende Nachfrage an Teak

Mit dem Exportstopp für Teakholz aus Myanmar zum 1. April 2014 ist der letzte Staat vom Markt verschwunden, der noch Natur-Teakholz gehandelt hat. Das Land stellte bis dato rund einen Sechstel des gesamten Teak-Marktes, sodass Experten davon ausgehen, dass die Nachfrage vor allem aus China und Indien nach Teak aus Plantagen-Aufzucht deutlich steigen wird.

Bis 2010 wurde der Bestand von Naturwäldern auf Myanmar derart unkontrolliert abgeholzt, dass nur noch 24 Prozent der ursprünglichen Waldfläche übrig blieben. Dies verdeutlicht, wie wichtig es bei Holzinvestments ist, auf nachhaltige Forstwirtschaft zu setzen. Ohne Nachhaltigkeit würde der Raubbau an der Natur maßlos weiterbetrieben werden.

Teak Investment: Welche Gewinne sind möglich?

Life Foresty, eines der bekanntesten Unternehmen auf dem Teak Investment Markt, macht mit einer Beispielrechnung deutlich, welche finanziellen Möglichkeiten für Anleger bestehen.

Beispielrechnung: Bei einem Teak Investment in 1.100 Bäume liegt der Kaufpreis bei 37.400 Euro. Nach 20 Jahren können daraus bei einem Preis von 480 Euro je Kubikmeter über 260.000 Euro werden, was einem Jahresertrag von rund elf Prozent entspricht.

Hohe Rendite selbst bei ausbleibender Holzpreiserhöhung

Vom Bruttoerlös werden noch Kosten beispielsweise für die Bewirtschaftung und den Verkauf abgezogen, sodass der Nettoerlös des Teakholz Investments 85 Prozent des tatsächlichen Verkaufspreises entspricht. Selbst wenn sich der Holzpreis nicht um jährlich sechs Prozent wie im besten Fall angenommen erhöht, erzielen Anleger mit einer Rendite zwischen rund fünf und acht Prozent immer noch ein achtbares Ergebnis mit ihrer Geldanlage Holz.

Vorteile eines Holzinvestment

Wer bei der Geldanlage auf Holzinvestment setzt, kommt in den Genuss verschiedener Vorteile.

Die Anbieter stellen nicht nur hohe Renditen und gewisse Sicherheiten in Aussicht. Anleger entscheiden sich zudem für eine Kapitalanlage, die im Einklang mit der Natur steht. Doch das sind nicht die einzigen Holzinvestment Vorteile.

Holzinvestment Vorteile im Überblick

Auf den ersten Blick stellen sicherlich die hohen möglichen Renditen einen der größten Vorteile von Holzinvestments dar. Doch wer sich mit Teak Investment oder Bauminvest beziehungsweise mit der Geldanlage Holz genauer beschäftigt, dem fallen auf den zweiten Blick weitere Holzinvestment Vorteile auf. Interessierte Anleger finden hier alle wichtigen Informationen zu den wesentlichen Holzinvestment Vorteilen. Dazu zählen:

  •  Hohe Rendite
  • Anleger leisten ökologisch wichtigen Beitrag
  • Inflationsschutz
  • Krisensicher
  • Anhaltende Holz-Nachfrage
  • Vorteile Holzinvestment: Rendite und nochmals Rendite

Eines der ausschlaggebendsten Argumente, sich für Holzinvestment zu entscheiden, ist die Aussicht auf Renditen von 12, 13 und mehr Prozent. Besonders in Zeiten niedriger Zinsen, in denen andere langfristige Geldanlagen kaum noch Anreize bieten, kommen Holzinvestments mit Erträgen im zweistelligen Prozent-Bereich daher. Natürlich darf man dabei nie vergessen, dass die Anbieter bei solchen Angaben von einer sehr guten Entwicklung der Kapitalanlage ausgehen, etwa einer hohen Nachfrage, die den Holzpreis stetig steigen lässt. Doch selbst nüchtern betrachtet, bietet ein Holzinvestment Renditen, die das Herz mancher Anleger höher schlagen lassen.

Mit Holzinvestment etwas Gutes für die Natur tun

Wer Wert auf eine grüne, ökologische Geldanlage legt, hört den nächsten Holzinvestment Vorteil sicherlich gern. Denn oftmals leisten Anleger hiermit einen wichtigen Beitrag für die Natur. Durch Holz-Plantagen kann der Rodung weiterer natürlicher Wälder, wie dem Regenwald, entgegengewirkt werden. Mit der Aufforstung kann die Nachfrage insbesondere aus asiatischen Ländern besser gedeckt werden. Ganz nebenbei schaffen Anleger durch ihr Investment in den entsprechenden Regionen neue Arbeitsplätze.

Weitere Holzinvestment Vorteile: Schutz vor Inflation und krisensicher

In der Regel werden Anleger bei einem Holzinvestment Eigentümer von Bäumen. Diese wachsen über Jahre hinweg und werden dann je nach Qualität zu einem gewissen Holzpreis verkauft. Auf dem Markt steigen die Preise meist, wenn auch die Inflation steigt. So ist das Holzinvestment gewissermaßen vor Inflation geschützt.

Bäume wachsen auch während einer Finanzkrise

Anbieter betonen zudem gerne den nächsten Holzinvestment Vorteil: die Krisensicherheit. Denn Bäume wachsen auch dann, wenn die Finanzmärkte durch Krisen erschüttert werden und in Zeiten von Rezessionen. Zudem steigt in der Regel der Wert des Ackers, auf dem die Bäume angepflanzt werden. Das führt wiederum dazu, dass sich die Renditechancen verbessern. Dabei verschwiegen werden darf natürlich nicht einer der Holzinvestment Nachteile, die Holz als Sachwert mit sich bringen. Zwar können Finanzkrisen dem Wachstum der Bäume und somit auch der Kapitalanlage nichts antun, jedoch beispielsweise Schädlinge. Sie können die Qualität des Holzes und damit den Preis deutlich schmälern.

Anbieter weisen jedoch darauf hin, dass die Setzlinge von Experten hochgezogen werden, um so die beste Qualität zu ermöglichen.

Holzinvestments profitieren von steigender Nachfrage nach Holz

Eines der weiteren Holzinvestment Vorteile stellt die anhaltende Nachfrage nach Holz in hoher Qualität dar. Mit dem steigenden Wohlstand etwa in China, Brasilien oder Indien wächst auch die Nachfrage nach Holz. Zieht außerdem der US-Baumarkt wieder an, wo die meisten Häuser aus Holz gebaut werden, schlägt sich das ebenfalls in einem höheren Verkaufspreis nieder. Je weniger zudem Naturwälder gerodet werden dürfen, desto mehr müssen Interessierte auf das Angebot aus den Holzinvestments zurückgreifen. So hat etwa eines der größten Teakholz-Händler Länder Myanmar seit kurzem ein Exportstopp für Natur-Teak verhängt.

Holzinvestment: Vorteile abwägen

Anlegern bieten Holzinvestments viele Vorteile. Doch wie bei jeder Kapitalanlage ist es wichtig, sich intensiv mit dem Produkt zu befassen, in das man die nächsten Jahre investieren möchte. Nur wer alle Pros, aber auch alle Contras der Geldanlage kennt, kann eine richtige Entscheidung treffen. Die Pflicht jedes interessierten Anlegers, der verantwortungsvoll mit seinem Kapital umgeht, ist daher, sich umfassend zum Holzinvestment zu informieren und auch beraten zu lassen.

Risiken beim Holzinvestment

Ein Holzinvestment bietet sehr gute Renditechancen. Doch wie bei allen Geldanlageformen mit hohen Ertragsmöglichkeiten gilt: Ohne Risiken geht es nicht. Die Holzinvestment Risiken sind dabei jedoch sehr spezifisch. Anleger, die ihr Kapital in Holz anlegen wollen, sollten sich daher nicht nur über die Vorteile informieren.

Eine mögliche Rendite von zwölf Prozent oder mehr ist ein verlockendes Argument für ein Holzinvestment. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um eine Anlage in festverzinsliche Wertpapiere oder Anleihen. Vielmehr lassen sich Anleger auf ein Direktinvestment in den nachwachsenden Rohstoff Holz ein. Die damit verbundenen Risiken lassen sich daher nicht über Mechanismen wie den Einlagensicherungsfonds absichern.

Holzinvestment: Risiken erkennen und reduzieren

Allerdings lassen sich einige Holzinvestment Risiken zumindest reduzieren. So sollten Anleger bei der Auswahl eines geeigneten Holzinvestment beispielsweise darauf achten, dass die entsprechende Holzart sehr widerstandsfähig ist. Wenn die Pflanzen selten von Schädlingen befallen werden, ist auch das Risiko gering, durch Ungeziefer die wertvollen Holzbestände zu verlieren. Auch das Risiko Waldbrand ist abhängig von der Holzart. Einige Edelgehölze, so zum Beispiel Teak, bilden nach mehreren Jahren eine Rinde aus, die dick genug ist, um den meisten Waldbränden zu widerstehen.

Natürliche Risiken bei der Geldanlage in Holz

Daneben gehören Unwetter, wie Tropenstürme und Überschwemmungen, zu den typischen Risikofaktoren eines Holzinvestments. Hier ist die Wahl des Standorts der Plantage entscheidend. Die Gefahr von Schäden durch Überschwemmungen ist in der Regel in hügeligem Gelände deutlich verringert. Auch können Regionen, die verstärkt von Tropenstürmen betroffen sind, von vornherein als Standort für eine Holzplantage ausgeschlossen werden.

Weitere Risiken beim Holzinvestment

Neben diesen natürlichen Risiken für das Holzinvestment, gibt es auch politische bzw. wirtschaftliche Risiken. Wer ein Holzinvestment in einem Land mit politischen Unruhen wählt, muss sich auch der Gefahr bewusst sein, dass sich die gesetzlichen Grundlagen für den Plantagenanbau plötzlich ändern können oder gar bei einem Regierungswechsel Enteignungen drohen. Seriöse Anbieter von Holzinvestments konzentrieren ihre Unternehmungen daher in Ländern mit einer stabilen Regierung. Weniger gut lassen sich Risiken durch Währungsschwankungen vermeiden. Anleger sollten sich daher darüber bewusst sein, dass der Endertrag auch abhängig davon ist, wie sich beispielsweise der Dollarkurs zur Zeit der Endernte verhält.

Informationen zu Holzinvestment Risiken

Auch wenn es beim Holzinvestment Risiken gibt, so lassen sich diese wie beschrieben reduzieren. Dennoch müssen Anleger sich darüber im Klaren sein, dass es im schlimmsten Fall auch zu einem erheblichen Wert- bzw. zu einem Totalverlust kommen kann. Experten raten daher, das Holzinvestment als Teil einer gut durchmischten Geldanlagestrategie zu nutzen. Damit lassen sich die Renditechancen als Ergänzung zu Anlageformen wie Aktien oder festverzinslichen Wertpapieren erhöhen. Gleichzeitig verkraftet man als Anleger in solch einem Fall Verluste besser.

Das Holzinvestment kann durch seine hohen Renditemöglichkeiten also Schwung in das eigene Portfolio bringen. Wer bereit ist, sich für längere Zeit an eine Kapitalanlage zu binden, kann durch die mitunter beachtlichen Jahreserträge des Holzinvestment sehr gute Renditen erwirtschaften. Da sich aber nicht alle Risiken ausschließen lassen, ist es ratsam mit dem eigenen Anlageberater bzw. einem unabhängigen Experten zu berechnen, welchen Anteil das Holzinvestment an den eigenen Anlagen haben sollte. Auf diese Weise erlebt man als Verbraucher keine böse Überraschung, wenn es doch zu Verlusten kommen sollte.

Anbieter von Holzinvestment

Es gibt verschiedene Anbieter von Holzinvestment. Einige sorgen durch zahlreiche Maßnahmen für eine spürbare Verringerung der Risiken beim Holzinvestment. Umso wichtiger ist es, sich vor einer Geldanlage in Holz genau über die Strategie des jeweiligen Anbieters zu informieren. Verbraucher haben dazu die Möglichkeit, sich über die Produktbroschüren tiefer in die Thematik einzulesen. Gegebenenfalls ist auch eine persönliche Beratung sinnvoll, insbesondere dann, wenn Fragen offen bleiben.

Holzinvestment im Test – Was sagt die Stiftung Warentest

Einen Test zum Thema “In Holz investieren” hat die Stiftung Warentest noch nicht veröffentlicht. Jedoch hat sie sich im Jahr 2010 und auch 2014 mit dem Thema kurz auseinandergesetzt und kommt zu dem Schluss, dass es sich beim Holzinvestment um eine unsichere Investition handelt. Dabei ging sie sowohl auf den Anbieter Life Forestry als auch Green Planet ein.

Holzinvestment – Stiftung Warentest meint: Kein sicheres Wachstum

Anbieter wie die Life Forestry Group werben beim Holzinvestment mit Renditen von 12 Prozent und mehr. Anleger schließen dabei für Beträge ab 3.500 Euro Kaufverträge über Neupflanzungen auf Plantagen in Ecuador oder Costa Rica ab. Life Forestry bewirtschaftet dabei über mehrere Jahrzehnte die Plantagen. Somit binden sich Verbraucher für diesen Zeitraum an das Unternehmen.

Was Stiftung Warentest herausstellt ist, dass es sich beim Holzinvestment um ein hoch spekulatives Investment handelt. Denn auch im Kleingedruckten des Anbieters wird deutlich gemacht, dass keine Ertrags- oder Renditegarantien bestehen. Es kann sogar der Totalverlust drohen. Verbraucher sollten sich also im Klaren sein, dass zwar hohe Renditen winken, die Gefahr eines Verlustes aber immer gegeben ist.

Betrugsfall Holzinvestment – Anbieter Green Planet im Verdacht

Wie auf der Seite der Stiftung Warentest nachzulesen ist, hegt die Staatsanwaltschaft Frankfurt den Verdacht, dass beim Anbieter Green Planet nur zirka ein Fünftel der eingezahlten Beiträge der Kunden auf Plantagen in Costa Rica landeten. Von 2009 bis 2013 zahlten knapp 700 Anleger 15 Millionen Euro für Setzlinge. Green Planet war zu keiner Stellungnahme bereit. Der Vorstand Manfred W. kam in Untersuchungshaft. Zwar wurden Eigentümer von Teakholzbäumen im März 2014 ausbezahlt, aber die Staatsanwaltschaft mutmaßt, dass frühere Anleger mit dem Geld neuer Anleger ausbezahlt worden sein könnten.