WestInvest InterSelect: Europäischer Immobilienfonds der DekaBank

WestInvest InterSelect BürogebäudeWestInvest InterSelect ist bis jetzt der jüngste offene Immobilienfonds, der auf geldanlage-fibel.de vorgestellt wird. Der von der DekaBank im Oktober 2000 aufgelegte Fonds verwaltete 2014 ein Fondsvolumen von über fünf Milliarden Euro.

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WestInvest InterSelect legt seinen Anlageschwerpunkt jeweils zur Hälfte auf deutsche und europäische Gewerbeimmobilien. Derzeit befinden sich 104 Immobilien im Portfolio des Immobilienfonds, wobei den größten Anteil mit fast 70 Prozent Büros haben.

Mit einigem Abstand folgen Handel und Gastronomie (ca. 12 Prozent) sowie Hotels (ca. 10 Prozent).

WestInvest InterSelect investiert in der Boomstadt Berlin

Eins der Hotelgebäude, die sich im Besitz des Fonds befinden und somit auch Eigentum der Anteilseigner ist, ist seit 2007 das „Mövenpick Hotel“ in der Schönberger Straße in Berlin. Durch den Boom in der Hauptstadt konnte das Gasthaus eine veritable Wertsteigerung erzielen. Ein aktuelles Investitionshighlight in der Stadt an der Spree ist der Erwerb des „Hackeschen Quartiers“ für knapp 150 Millionen Euro im April dieses Jahres. Das Ojectfactsheet, also das Datenblatt, in dem alle Vermögenspositionen aufgelistet sind, ist bei WestInvest Interselect besonders umfangreich. Interessenten erfahren so auf einen Blick, an welchen Objekten sie sich mit einer Investition beteiligen können.

Immobilien, die fünf bis zehn Jahre alt sind, haben den größten Anteil am Fondsvermögen. Insgesamt ist die Leerstandsquote mit 89 Prozent etwas höher, als zum Beispiel bei hausInvest. Die Fremdfinanzierungsquote, die Aufschluss über die Verbindlichkeiten des Fonds gibt, liegt mit 25 Prozent ein wenig höher als bei den bisher betrachteten Immobilienfonds. Die Liquiditätsquote, also die Positionen, die in schnell verfügbaren Wertanlagen geparkt sind, liegen bei üblichen 14,70 Prozent.

2013 wurde WestInvest InterSelect mit dem Scope Award für das nachhaltigste Immobilienportfolio ausgezeichnet.

Kosten von WestInvest InterSelect

Für Anleger sind die Kosten eines Fonds besonders wichtig, besitzen diese doch einen wesentlichen Einfluss auf den Anlageerfolg. Wer Anteile erwerben möchte, muss in einen Ausgabeaufschlag von 5,50 Prozent der Anlagesumme in Kauf nehmen. Die Höhe des Aufschlags ist dabei durchaus branchenüblich. Die TER liegt bei vergleichsweise geringen 0,58 Prozent allerdings müssen Investoren berücksichtigen, dass eine Verwaltungsvergütung in einer Höhe von bis zu 20 Prozent des Anlageerfolgs fällig wird. Diese Vergütung kann bis zu 0,9 Prozent des Fondsvolumens im Jahr entsprechen. Der Fonds ist an deutschen Börsen handelbar.

Nicht für kurzfristige Investitionen geeignet

WestInvest InterSelect eignet sich vor allem für Anleger, die einen längerfristigen Anlagehorizont haben und an einer stabilen, sicheren Wertentwicklung interessiert sind. Durch das ausgeglichene Risikoprofil können auch Sparer mit einer geringen Wertpapiererfahrung die Chancen einer Sachwertanlage in Immobilien nutzen, um so ihren Vermögensaufbau zu optimieren. Dadurch, dass der Anlagefokus auf deutschen Immobilien liegt, investieren Sparer in einen soliden Markt, der, bis auf einige Ausnahmen, keine großen Wertsteigerungen verspricht. Wer eine kurzfristige Anlagestrategie verfolgt, wird mit diesem offenen Immobilienfonds höchstwahrscheinlich Verluste erzielen.

Ertrags-Risiko-Profil: 1 von 7

Geringes Risiko, geringere Erträge. Die alte Anlegerweisheit trifft auch auf WestInvest InterSelect zu. Die Rendite entwickelte sich in den letzten Jahren durchschnittlich mit etwa 1,8 Prozent p.a. in den vergangenen fünf Jahren. Die Volatilität lag bei geringen 0,6 Prozent.