Gasfonds: Neue Renditechancen auf dem Enrgiemarkt

Geschlossene Gasfonds sind eine relativ neue Anlageform auf dem Markt der geschlossenen Fonds. Wie andere geschlossene Fonds auch, stellen sie unternehmerische Beteiligungen an einem oder mehreren Projekten dar, verbunden mit den entsprechenden Chancen und Risiken.

Gasfonds Vergleich für Rendite und Sicherheit

Gasfonds werden dabei davon charakterisiert, dass sie dem Investor durch die Erschließung von Gasvorkommen ermöglichen, an den Fördererträgen oder den Gewinnungsrechten (bzw. dem Handel damit) zu partizipieren. Oft werden Gasfonds mit Ölinvestments kombiniert, so dass dabei die sog. „Öl- und Gasfonds“ entstehen.

Vereinfacht dargestellt, wird das durch die Anleger erzielte Kapital für den Kauf von Gebieten mit vielversprechenden Vorkommen und das nötige Equipment eingesetzt – das geförderte Erdgas (bzw. Erdöl bei kombinierten Fonds) wird dann weiterverkauft.

Aussichtsreiche Fördergebiete werden natürlich vorab entsprechend analysiert, trotzdem kann sich später herausstellen, dass die geschätzten Vorkommen quantitativ abweichen oder nicht so einfach wie geplant gefördert werden können. Dies wirkt sich dann direkt auf die Erträge aus – ein direkter Zusammenhang zwischen Rendite und Gasfördermenge sowie den nötigen Aufwendungen hierfür ist also gegeben. Gasfonds werden in der Regel in sehr großen Volumina emittiert, was normalerweise eine entsprechende Mindestanlagesumme (meist 10.000 oder 15.000 Euro) nach sich zieht. Die Vorhersage der erwarteten Rendite ist dabei ungenauer als bei vielen anderen geschlossenen Fonds, da sich die genaue Fördermenge, der Gaspreis und weitere Variablen kaum genau abschätzen lassen.

Rendite und Sicherheit bei Gasfonds

Die durchschnittlichen Renditen bei Gasfonds liegen je nach genauer Gestaltung des Projektes zwischen 10 und 15 Prozent p.a. – teilweise sogar mit Laufzeiten, die merklich unter 10 Jahren liegen. Erdgas zählt nach wie vor zu den weltweiten Primärenergien, dessen Vorkommen in den nächsten Jahren in ausreichender Form vorhanden sein werden. Da die Rendite in erster Linie vom Gaspreis und der geförderten Menge abhängig ist, kann zwar keine sehr genaue Vorausschätzung der Beträge erfolgen, jedoch eine gewisse Sicherheit für eine generell auftretende Rendite geboten werden. Aufkeimende alternative Energieformen werden noch für lange Zeit die Primärenergien wie Erdgas und Erdöl nicht vollständig ersetzen können. Eine solche von Gasfonds gebotene Sicherheit ist bei geschlossenen Fonds nur bei den wenigsten Arten vorhanden – ein Investment ist also vergleichsweise attraktiv.

Vorteile und Chancen bei der Investition in geschlossene Gasfonds

Die Erdgasförderung ist ein noch immer weiter expandierender Markt. Die weltweit verfügbaren Ressourcen sind dabei noch so zahlreich, dass für die nächsten Jahrzehnte keine Beeinträchtigung der Förderquoten zu erwarten ist. Die Pipelines für den Transport sind in den Industrieländern in gut ausgebauter Form vorhanden. Die Nachfragesituation kann als sehr gut bezeichnet werden – insbesondere Dank des steigenden Bedarfs in den Schwellenländern. Die Erträge von Gasfonds sind in erster Linie an die Gaspreisentwicklung geknüpft, bei dem aufgrund des Marktumfeldes nicht von einem Rückgang ausgegangen werden kann – allerdings kann durchaus einmal eine „Durststrecke“ (also eine Zeit stagnierender oder leicht fallender Gaspreise) auftreten.

Bei Gasfonds bestehen grundsätzlich einige unbekannte Größen, deren Einfluss auf die Ertragssituation erst nach einiger Zeit abgeschätzt werden können. Hier sind insbesondere die voraussichtliche Fördermenge und die entstehenden Kosten für die Förderung des Erdgases (je nach Tiefe und Bodenbeschaffenheit) zu nennen. Zudem werden Gasfonds meist in sehr großen Fondsvolumina emittiert – eine vollständige Platzierung der Anteile ist daher nie ganz sicher. Erfahren Sie alles über die Vorteile von Gasfonds und ermitteln Sie den besten Fonds in einem Gasfonds-Vergleich.

Noch immer expandiert die weltweite Gasförderung – dementsprechend werden aktuell weitere Erschließungsgebiete gesucht. Experten gehen davon aus, dass die weltweit vorhandenen Ressourcen noch einige Jahrzehnte ausreichen werden, um den weiter steigenden Energiebedarf der Weltbevölkerung zu decken. Insbesondere die Schwellenländer mit stark zunehmender Industrialisierung (wie beispielsweise China und Indien) treiben die Bedarfskurve steil nach oben. Ohne die bisherigen Ressourcen Gas und Öl wird dieses Problem nicht zu bewältigen sein. Bis erneuerbare Energien in der Lage sind, auch nur einen überwiegenden Teil dieses Bedarfs zu decken, werden noch viele Jahre vergehen.

Die Renditechancen an sich hängen bei Gasfonds insbesondere auch von der Entwicklung des Gaspreises ab. Hier ist insgesamt eine Entwicklung nach oben zu beobachten, allerdings immer mal wieder unterbrochen durch Zeiträume mit stagnierenden oder leicht sinkenden Perioden. Auch die Infrastruktur für Gastransporte (Pipelines) ist insbesondere in den Hauptfördergebieten exzellent.

Der Anleger hat also generell gute Aussichten auf eine attraktive Rendite – im Einzelfall sind allerdings auch Abweichungen möglich. Grundsätzlich ist zu empfehlen, niemals nur eine einzige Investition als Kapitalanlage zu tätigen, sondern das Risiko durch Anlage in verschiedene Anlageformen breit zu streuen. Als Depotbeimischung sind geschlossene Gasfonds sehr gut geeignet, da sie eine vom Finanzmarkt und von der Inflationsentwicklung weitgehend unabhängige Anlageform darstellen.

Steuerliche Behandlung von Gasfonds

Grundsätzlich handelt es sich bei Erträgen aus Gasfonds um Gewerbeeinnahmen, die mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden müssen. Allerdings ist die steuerliche Behandlung der Erträge aus Gasfonds insbesondere abhängig vom Standort der jeweiligen Gasvorkommen. Sehr viele Gasfonds investieren beispielsweise in Kanada und den USA. Hier bestehen größtenteils Doppelbesteuerungsabkommen, was die Erträge aus den jeweiligen Projekten in Deutschland für den Anleger mit Ausnahme des Progressionsvorbehaltes steuerfrei stellt. Je nach Ausrichtung, Gesellschaftsform und Standort sind so also auch Steuervorteile möglich. Wichtig für den Anleger ist in jedem Falle, sich vor dem Investment genauestens über die steuerlichen Gegebenheiten zu informieren, um später nicht wertvolle Rendite durch unnötige Steuerforderungen zu verschenken.

Gasfonds Vergleich – Beratung extrem wichtig

Geschlossene Gasfonds werden derzeit verstärkt angeboten. Der Interessent sollte sich vorab sehr ausführlich und in aller Ruhe über die entsprechenden Projekte informieren. Neben den ausführlichen Fondsprospekten gehören dazu auch Vergleiche bei verschiedenen Fondsvermittlern, denn die Konditionen können durchaus unterschiedlich sein. Z.B. besteht bei vielen Fondsdiscountern die Möglichkeit, eine Beteiligung mit reduziertem Agio zu tätigen.

Wichtig ist zudem die unabhängige Information über Voraussetzungen und Marktgegebenheiten sowie Informationen zum geplanten Standort und zur durchführenden Gesellschaft. Diese Recherchen erfordern einen recht hohen Zeitaufwand – wer diesen nicht selber aufbringen kann, sollte sich entsprechend fachkundig beraten lassen. Bereits im Internet kann gut nach den verschiedenen Anbietern gesucht werden und die Fonds werden hier bereit sehr ausführlich vorgestellt. Bei Interesse kann sich der Anleger die Fondsunterlagen wie Fondsprospekt, Referenzen und Beitrittsformular kostenlos zusenden lassen.

Gasfonds sinnvoll?

Geschlossene Gasfonds können einen gewissen Renditevorteil und – je nach Land der Investition – auch Steuervorteile bringen, allerdings gibt es einige spezifische Risiken zu beachten. Ansonsten stellen Gasfonds die für geschlossene Fonds typische Kapitalmarktunabhängigkeit nebst den allgemeinen Risiken geschlossener Fonds dar.

Wichtige weitere Kriterien für eine erfolgreiche Anlage in Gasfonds

Die geplanten Erträge von Gasfonds sind – wie bereits dargestellt – nicht sicher in ihrer geplanten Höhe. Jedoch ist davon auszugehen, dass Erträge anfallen werden, da entsprechende Voruntersuchungen stattgefunden haben und der Gaspreis aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht auf 0 fallen wird. Wichtig ist jedoch, auf besondere Risiken z.B. bei der Standortwahl (politische Unruhen? Infrastrukturzustand?) zu achten.

Für viele Länder gibt es zudem besondere Bedingungen, wie mit den Erträgen aus steuerlicher Sicht umzugehen ist. Hier können durchaus Vor- und Nachteile für die jeweilige individuelle Situation des Anlegers entstehen. Ferner sollte der Anleger bedenken, dass sein einmal eingesetztes Kapital für einige Jahre (je nach prospektierter Laufzeit des Fonds) gebunden ist. Ist dieses Kapital nicht wirklich frei verfügbar, sollte von einer Investition in geschlossene Fonds abgesehen werden, da eine Veräußerung über den Zweitmarkt meist schwierig und mit hohen Verlusten verbunden ist. Ferner sollte (als Vorbereitung auf den schlimmsten Fall eines Totalverlustes) das Kapital beim Anleger auch entbehrlich sein und nicht für die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen jedweder Art benötigt werden. Werden alle wichtigen Punkte beachtet, ist eine diversifizierende Anlage in geschlossene Gasfonds aus risikoaversen Anlageüberlegungen heraus durchaus zu empfehlen.

Die Zukunftsaussichten sind positiv

Der weltweite Hunger nach Energie läuft dem Wirtschaftswachstum voraus, wobei Erdgas unter den Energieträgern die Nummer 3 ist und in den letzten Jahren regelmäßig Zuwächse im hohen einstelligen Prozentbereich verzeichnete. Gas wird dabei von vielen Experten als der primäre „nukleare Ersatzenergieträger“ bezeichnet. Die klaffende Lücke in vielen Ländern durch die Drosselung der Atomenergie kann nicht durch regenerative Energien aufgefüllt werden – deren Beitrag ist zurzeit eher gering.

Erdgas deckt derzeit ca. 25% des weltweiten Energiebedarfs und ist insbesondere in privaten Haushalten und für PKW von großer Bedeutung. Besonders große Vorkommen befinden sich in Russland und den USA, sowie in Kanada, Großbritannien und Algerien. Die letzten Hochrechnungen bescheinigen dem Erdgas, dass die Vorkommen noch mehr als 60 Jahre für die Energiegewinnung reichen werden. Eine Betrachtung der bisherigen Preisentwicklung für Erdgas an den Energiemärkten untermauert attraktive Renditeerwartungen bei einer an den Preis geknüpften Ertragssituation nachhaltig.

Gasfonds Risiken – Darauf unbedingt achten

Zunächst einmal unterliegen geschlossene Fonds grundsätzlichen Risiken, die somit auch für geschlossene Gasfonds gelten. Hier ist insbesondere zu erwähnen, dass es sich bei geschlossenen Fonds um unternehmerische Beteiligungen mit entsprechenden Chancen und Risiken handelt. Im ungünstigsten Falle kann ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals entstehen – wurde die Anlage vom Anleger fremdfinanziert oder ist die Grundlage des Fonds eine unbeschränkt haftende Gesellschaftsform (was eher selten ist), können darüber hinaus weitergehende Aufwendungen entstehen, die bis zu persönlichen Insolvenz führen könnten.

Ebenso beachten sollte der Anleger die steuerlichen Gegebenheiten, hierüber kann der Interessent sich auch im Fondsprospekt weitergehend informieren. Spezielle Risiken bei Gasfonds liegen insbesondere in der Unvorhersehbarkeit der Gaspreisentwicklung (welche einer der wichtigsten Indikatoren für die Ertragserzielung ist) sowie weiteren Einflussgrößen, die vor der Durchführung nur aufgrund von Erhebungen und Erfahrungen grob abschätzbar sind.

Dazu zählen z.B. Schwierigkeiten bei der Förderung, weil das Gasvorkommen sich z.B. doch nicht so leicht wie erwartet erschließen lässt (je nach Bodenbeschaffenheit, Tiefe usw.) oder wenn technische Defekte bei Förder- und Transportanlagen auftreten etc. Insgesamt lässt sich sagen, dass die speziellen Risiken bei Gasfonds – verglichen mit denen anderer geschlossener Fonds – relativ gering sind, auch wenn es im Einzelfall natürlich zu beträchtlichen Renditeeinbußen kommen kann.

Wie kann das Risiko minimiert werden?

Das grundsätzliche Risiko einer unternehmerischen Beteiligung ist in jedem Fall zu beachten. Wichtig hierbei ist, dass die Rahmenbedingungen dahingehend gestaltet sind, dass der Anleger keine über die Beteiligungssumme (ggf. plus Agio) hinausgehenden Verpflichtungen eingeht. Meist sind die Gesellschaftsformen so gestaltet, dass auf den einzelnen Anleger keine Nachschusspflichten übergehen.

Trotzdem kann eine Anlage gewisse Haftungsrisiken bergen. Ggf. sollte auch mit einem Steuerberater hinsichtlich der steuerlichen Auswirkungen auf die persönliche Situation gesprochen werden. Schon bei der Auswahl des jeweiligen Fonds gibt es weitere wichtige Punkte zu beachten: Ist z.B. in der laufenden Zeichnungsphase eine recht hohe Finanzierungsquote abzusehen, ist davon auszugehen, dass bereits recht viele Anleger das Projekt geprüft und ihm ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Zusätzlich bedeutet eine relativ hohe Fremdfinanzierungquote in der Regel auch einen höheren Gesamtertrag. Gerade bei Gasfonds werden durch die vergleichsweise hohen Volumina nicht immer alle geplanten Anteile vollständig platziert – es droht dann eine Rückabwicklung.

Grundlagen der Ertragskalkulation

Die Erträge werden in der Hauptsache durch die Förderung vorhandener (bzw. neu entdeckter) Gasfelder generiert. Der Aufwand, um solche Vorkommen zu entdecken, wird zunehmend größer. Allerdings schreitet auch die Technik voran, so dass Vorkommen nicht nur besser lokalisiert werden können, sondern auch aus immer tieferen oder schwierigeren Böden gefördert werden können. Dem Aufwand bis zur Erschließung und Förderung von Gasvorkommen steht eine relativ sichere Einnahmequelle gegenüber, da es kein Absatzproblem bei Erdgas gibt. Allerdings können die genauen Erträge kaum vorhergesagt werden, da neben der Preisvolatilität auch eine relativ hohe Abweichung bei den prognostizierten Fördermengen und dem Aufwand für diese Förderung auftreten kann. Trotzdem sind in den meisten Fällen attraktive Ertragsquoten möglich, da die technischen Voraussetzungen mittlerweile entsprechende Vorhersagen (ob sich eine Erschließung lohnt oder nicht) ermöglichen.