Garantiefonds: Was ist das?

Einfach ausgedrückt handelt es sich bei Garantiefonds um einen Investmentfonds. Mit ihrer Mischung von Aktien und Anleihen wollen Garantiefonds ihre Anleger vor Verlusten schützen und bei Wertsteigerungen am Aktienmarkt beteiligen. 

Garantiefonds Merkmale

Die Garantie kann dabei für verschiedene Bedeutungen haben: Dem Anleger kann beispielsweise zugesichert werden, dass er an einem bestimmten Stichtag oder am Ende der Laufzeit das ursprüngliche Investment erhält, einen bestimmten Prozentsatz davon oder einen zwischenzeitlich erreichten Höchststand.

Auf dem Papier klingt das ganz gut, aber in Realität bringen Garantiefonds eine schwache Performance.

Grundsätzlich lassen sich Garantiefonds in Angebote mit echter und unechter Garantie unterteilen.

echte Garantiefonds

Beim echten Garantiefonds ist das Wertversprechen, dass einem die Fondsgesellschaft gegeben hat, einklagbar.

unechte Garantiefonds

Hier handelt es sich um Fonds, die eine Wertsicherung anstreben, ein vertraglicher Anspruch darauf besteht allerdings nicht.

Garantiefonds: Ein Renditekiller?

Wie schlagen sich nun Garantiefonds im Vergleich zu anderen Wertanlagen? Das Verbrauchermagazin Finanztest, das von der Stiftung Warentest herausgegeben wird, untersuchte im Oktober 2013 31 Garantiefonds mit unbegrenzter Laufzeit in einem Fondsvergleich. Für den Fonds Test wurden 31 Finanzprodukte und deren Entwicklung für zwei unterschiedliche Zeiträume untersucht.

UniGarantTop Europa IV – bester Garantiefonds im Test

Ernüchterndes Ergebnis der Finanztest-Anlageexperten: Der beste Garantiefonds konnte nur mit einer Wertsteigerung von 3,3 Prozent pro Jahr aufwarten. Zum Vergleich: Wer Ende 2007 das beste Festgeldangebot wahrgenommen hat, konnte sich über eine sichere Rendite von 4,7 Prozent p.a. freuen.
Inzwischen haben die Zinsen für sichere Wertanlagen einen absoluten Tiefststand erreicht. Dies bedeutet noch geringere Entwicklungschancen für die hier beschriebene Fondsart. Es muss ein größerer Teil des Anlegergeldes in Tagesgeld oder festverzinsliche Anleihen investiert werden, um den möglichen Verlust durch Aktiengeschäfte kompensieren zu können.

Die Lösung: Garantiefonds selber basteln

Eine chancenreichere Alternative zum Garantiefonds ist die eigene Mischung von Aktien und Zinspapieren oder von Renten- und Aktienfonds, bewährt hat sich hierbei ein Verhältnis von 90 zu 10.

Auch wenn die Wertentwicklung dürftig ist, einen Garantieausfall konnten die Tester in ihrer Untersuchung zumindest nicht feststellen.

Durch Gebühren und Kosten kann die Nettorendite Ihrer Anlage empfindlich geschmälert werden. Beispielsweise können Sie Garantiefondsanteile bereits vor Ablauf der Periode zurückgeben. Hierfür verlangt der Emittent Gebühren um ein Prozent.

Fazit

Wer Garantiefonds hat, sollte sie loswerden. Mit einer eigenen sicheren Mischung hat man mehr Flexibilität und kann an Wertsteigerungen des Aktienmarktes einen größeren Anteil haben.