Die sichere Geldanlage

Geht das wirklich, kann man sicher Geld anlegen? Die Antwort ist „Jein“, denn hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Aber Sie können Ihr Geld so anlegen, dass das Verlustrisiko minimal ist.

Sichere Kapitalanlage

Gleichzeitig müssen sich derartig risikoscheue Anleger mit einer geringeren Rendite zufriedengeben.

Vollkommen sichere Geldanlagen? Ein Restrisiko bleibt

Um eine Geldanlage sicher zu gestalten, muss man wissen, was „sicher“ heißt. Es bedeutet die Abwesenheit eines Risikos. Die Risiken einer Geldanlage sind ausbleibende Gewinne oder der Verlust eines Teils oder gar des gesamten investierten Kapitals.

Eine Geldanlage ohne Risiko gibt es streng genommen nicht. Schuld daran ist die Inflation. Durch sie wird Ihr Geld mit der Zeit immer weniger Wert. Erhalten Sie also am Ende der Laufzeit Ihrer „sicheren Geldanlage“ nur Ihr Kapital zurück, machen Sie Verluste.

Welche Geldanlagen sind wie sicher?

Das wohl geringste Risiko und damit die sicherste Geldanlage sind Bankeinlagen wie Tagesgeld und Festgeld. Sie müssen lediglich prüfen, ob die Bank über eine Einlagensicherung verfügt. Dann ist selbst bei einer Insolvenz Ihr Geld sicher.

 Festgeld unterliegt zudem keinen Zinsschwankungen, das heißt, die Rendite steht bereits zu Beginn der Laufzeit fest. Beim Tagesgeld können sich die Zinsen durchaus ändern. So ist hier Ihr eingesetztes Geld sicher, Ihre Rendite jedoch nur bedingt.

 Für beide wiederum gilt: Achtung vor Lockangeboten! Sie sollten stets auf verdeckte Kosten, befristete Zinsen oder falsche Zinstreppen achten.

Der Weg zur sicheren Geldanlage – Risiken senken

Mit Tages- und Festgeldkonten alleine können Sie zurzeit kaum genug Rendite erwirtschaften, um der Inflation entgegenzuwirken. Sie müssen in risikoreichere Anlagen investieren. Die gute Nachricht ist, Sie können auch das Risiko erheblich senken. Und zwar indem Sie es streuen. Diesen Prozess nennt man Diversifikation. Das Prinzip funktioniert so, dass man in möglichst verschiedene Anlageformen und Branchen investiert, damit nicht die Verluste eines Unternehmens oder einer ganzen Branche das Aus für Sie bedeutet. Zudem entwickeln sich einige Geldanlagen oft entgegengesetzt, sodass Sie häufig dem Verlust gleichzeitig auch einen Gewinn gegenüberstellen können. Treten nicht derartig große Krisen, wie 2008, ein, bei der alle Geldanlagen an Wert verloren haben, ist die Diversifikation ein probates Mittel.

Und legen Sie Ihr Geld auf keinen Fall auf dem grauen Kapitalmarkt an! Dort gibt es kaum eine sichere Geldanlage.

Sichere Depots anlegen

Hier erfahren Sie nun wie Sie sich Ihre sichere Geldanlage selbst zusammenstellen können, oder wie diese zumindest aussehen müsste (Quelle: Stiftung Warentest).

Das Garantiedepot

Mit dem Garantiedepot machen Sie keine Verluste und haben eine Chance auf eine, wenn auch geringe, Rendite. Sicherheit gibt eine festverzinsliche Geldanlage wie Festgeld, Sparbriefe oder Bundesanleihen. Ergänzt wird das Ganze durch einen breit gestreuten Aktienfonds, der in verschiedene internationale Branchen investiert. Hierfür eignen sich ETF-Indexfonds.

Und so geht’s: Sie haben einen bestimmten Ausgangsbetrag, den investieren wollen. Davon legen Sie so viel Geld in der festverzinslichen Anlage an, dass Sie zusammen mit den Erträgen der Festanlage am Ende der Laufzeit den Ausgangsbetrag wieder raushaben. Wählen Sie hier am besten die Anlage mit den höchsten Zinsen. Was vom anfänglichen Kapital übrig ist, investieren Sie nun in Aktien. Sollte hier ein Totalverlust eintreten, stehen Sie, in weitestem Sinne, bei „Plus-Minus-Null“. Legen Sie Ihr Geld allerdings wie vorgeschlagen in Indexfonds an, ist die Wahrscheinlichkeit dafür gleich Null und Sie machen insgesamt ein Plus.

Wie sieht der Aufbau eines Garantiedepots aus?

Das Sicherheitsdepot

Das Sicherheitsdepot stellt eine relativ sichere Geldanlage dar, da es auf Grundlage von langjährigen Analysen eine Mindestrendite versprechen kann. Es besteht aus Anleihen (80%) und Aktien (20%). Erhebungen von Finanztest über die letzten 33 Jahre haben ergeben, dass sich hier die Schwankungen der beiden Anlageformen ausgleichen und damit das Risiko am geringsten ist. Die Rendite liegt durchschnittlich bei etwa 7,5%. Aber wie so oft gilt: Je länger die Anlagedauer, desto höher die (Mindest-)Rendite und geringer das Risiko.

Am einfachsten ist es in Indexfonds und deutsche oder US-amerikanische Staatsanleihen Geld anzulegen. Wenn Sie sich besser auskennen und Zeit mitbringen, können Sie natürlich auch andere Aktien oder Anleihen auswählen.