Aktiendepot eröffnen: Tipps und Depotgebühren Vergleich

Inhalt

So funktioniert ein Aktiendepot

Depotvergleich: Darauf sollten Sie achten!

Anbieter von Depotkonten

Depotkosten

Broker Test

Wertpapierdepot eröffnen

 

Wer den eigenen Vermögensaufbau aktiv betreiben möchte, wird um das Thema Wertpapierhandel und das Eröffnen eines Aktiendepots wohl kaum herum kommen. Denn Aktien sind noch immer für viel Anleger das erste Mittel der Wahl, wenn es darum geht, eine gute Rendite zu erzielen. Zwar ist die Investition in Aktien auch mit einem gewissen Risiko verbunden. Allerdings lässt sich mit klassischen Anlageformen, wie Bundeswertpapieren, Tages- oder Festgeld, kaum noch Gewinn erwirtschaften. Ein gut aufgestelltes Aktienportfolio ist hier eine interessante Alternative.

Um mit Aktien handeln zu können, bedarf es eines Wertpapierdepots. Ein solches Aktiendepot lässt sich bei der Hausbank, einer Sparkasse, aber auch einer Direktbank eröffnen. Die Konditionen für das Aktiendepot unterscheiden sich dabei. Einige sind kostenlos, haben dafür aber in der Regel höhere Gebühren für Order, während andere eine hohe Grundgebühr aufweisen, das Handeln mit den Aktien selbst aber vergleichsweise günstig ist. Welche Art des Aktiendepots sich hier für die eigenen Bedürfnisse eignet, sollte im Vorfeld anhand der eigenen Anlagepläne geprüft werden.

Aktiendepot kostenlos

Kein Aktiendepot ist vollkommen kostenlos. Zwar gibt es Anbieter, die auf Grundgebühren verzichten. Allerdings sind die Kosten für einzelne Transaktionen, also das Ordern von Aktien, dann meistens höher. Bei der Auswahl eines Depots und einem Vergleich der Angebote ist es also wichtig, sich nicht nur auf Werbeaussagen zu verlassen, sondern die Konditionen des Aktiendepots genau unter die Lupe zu nehmen.

So funktioniert ein Aktiendepot

Ein Wertpapier- oder Aktiendepot ist für Anleger die Basis, um mit Aktien handeln zu können. Dabei kann ein Depotkonto abhängig vom Anbieter und Ausmaß und Frequenz des Handelns teils hohe Kosten verursachen, die die Rendite aus dem Aktienhandel entsprechend schmälern. Dennoch kommt man an einem Depotkonto für Wertpapiere nicht herum. Denn man benötigt ein Geldinstitut, um die Aktien zu erwerben, zu verwahren und wieder verkaufen zu können. Auch bei der Ausschüttung von Dividenden ist das Depotkonto eine wichtige Größe. Denn nur wenn die Aktien des entsprechenden Unternehmens zum Tag der Hauptversammlung bzw. des Stichtags im Depot liegen, wird die Dividende auch ausgezahlt. Grundsätzlich fallen bei einem Depotkonto für verschiedene Prozesse Gebühren an, so zum Beispiel die Kontoführung, den Erwerb von Wertpapieren sowie die Verwahrung der Aktien.

Depotvergleich

Insbesondere die Depotkonten von Direktbanken laufen häufig auch unter der Bezeichnung Broker Konto oder Online Broker. Anleger, die schon Erfahrung mit dem Handel haben und daher keine tiefgehende Beratung benötigen, können unter Umständen davon profitieren, ihre Aktien und ihr Aktiendepot online zu verwalten. Allerdings empfiehlt sich auch hier im Vorfeld ein genauer Vergleich der Aktiendepots.

Aktiendepot im Vergleich: Worauf sollten Anleger achten?

Wer nach einem Aktiendepot bzw. ein Wertpapierkonto bei einem Geldinstitut sucht, sollte sich die verschiedenen Angebote auf dem Markt genauer anschauen. Mit einem Aktiendepot Vergleich stellt sich schnell heraus: die Kosten variieren zum Teil erheblich. Um herauszufinden, welches Konto dabei am günstigsten ist, sollten gerade private Broker darüber nachdenken, welche Anlegestrategie sie verfolgen. Sind sie darauf aus, nur wenige Transaktionen pro Jahr durchzuführen oder wollen sie ihr Depot regelmäßig erweitern oder umschichten? Da hierbei für jede einzelne Transaktion Gebühren anfallen, ist es wichtig zu wissen, ob man eher nach geringen Kontoführungs- und Verwahrungsgebühren sucht, weil man wenige Aktionen tätigt, oder lieber geringe Kosten für den Erwerb der Wertpapiere anstrebt.

Ein Depot Vergleich lässt sich dabei mittels eines Rechners problemlos durchführen, wer sehr genaue Vorstellungen von den gewünschten Eigenschaften des Kontos hat, kann sich auch entsprechend bei den Banken persönliche Angebote zum Aktiendepot einholen. Die Anbieter stellen die Kosten für Transaktionen und weitere Gebühren jedoch nicht immer transparent dar. Deshalb können sich interessierte Anleger auch an Tests zu Depotkonten von namhaften Instituten wie etwa der Stiftung Warentest orientieren.

Aktueller und besser auf die eigene Anlagestrategie zugeschnitten ist jedoch ein Vergleich der Aktiendepots mittels Vergleichsrechners. Wenn Anleger bereits wissen, welches Volumen das Depot haben soll und in welchem Umfang und in welcher Frequenz Aktien pro Jahr geordert werden, bietet ein solcher Rechner einen zuverlässigen Überblick über geeignete und verfügbare Angebote. Hierbei sieht man auch sehr einfach, dass sich durch einen Aktiendepot Vergleich schnell mehrere hundert Euro pro Jahr sparen lassen.

Anbieter von Aktiendepotkonten

Wer ein Aktiendepot eröffnen möchte, wird sich sicherlich vorerst über die verfügbaren Angebote am Markt informieren wollen. Dabei sind die Möglichkeiten der Aktiendepots keineswegs überschaubar. Im Prinzip können nicht nur Banken und Direktanbieter, sondern auch Sparkassen und Volksbanken ein Broker Depot für Privatkunden zur Verfügung stellen. Anleger, die sich bereits als Broker versucht haben und wissen, worauf es beim Handel der Wertpapiere ankommt, werden sich wahrscheinlich für einen Onlinebroker entscheiden, da die Kosten hier meist günstiger sind. Wer zudem Wert auf eine Beratung hat, ist sicherlich bei einem Filialbroker besser aufgehoben.

Wichtig für Anleger zu wissen ist, dass mittlerweile auch die meisten Filialbanken den Onlinehandel mit Aktien zulassen. Doch woher soll man als Verbraucher wissen, ob sich die Sparkasse, Deutsche Bank, Comdirect, DKB, Consorsbank, Flatex oder einer der vielen anderen Anbieter für das Eröffnen eines Aktiendepots empfehlen?

Kosten: Depotgebühren im Überblick

Völlig kostenlos ist kein Depot. Vielmehr fallen für ein Aktiendepot in der Regel Depotkosten an sowie Gebühren für die Verwahrung der Aktien sowie jeder Order von Wertpapieren. Das bedeutet allerdings auch, dass die Kosten für ein Aktiendepot erheblich variieren und sich im Laufe der Zeit ändern können. Broker, die beispielsweise erst mit dem Aktienhandel beginnen, haben meist ein weitaus kleineres Volumen und ordern seltener Wertpapiere als Menschen, die bereits sehr erfahren im Aktienhandel sind. Deshalb können sich die Gebühren und die eigenen Ansprüche an ein Aktiendepot auch verändern. In diesem Fall ist es allerdings problemlos möglich, das Aktiendepot zu wechseln.

Depotgebühren steuerlich absetzbar?

Die Gebühren für ein Aktiendepot sind im Prinzip steuerlich absetzbar. Allerdings sind sie bereits im Sparerpauschbetrag in Höhe von 801 Euro als Werbungskosten enthalten. Selbst wenn die Gebühren diesen Betrag übersteigen, dann lassen sich die Kosten für das Konto nicht zusätzlich steuerlich anrechnen. Es gab jedoch in Einzelfällen bereits gerichtlichen Entscheidungen zugunsten von Anlegern, die einen persönlichen Steuersatz von unter 25 Prozent haben. Dies ist allerdings selten der Fall. Hier kann im Zweifelsfall der Steuerberater weiterhelfen.

Wie stark sich die Kosten beim Aktiendepot unterscheiden können, zeigt ein kurzes Beispiel. Bei einem Depotvolumen von 50.000 Euro, einem durchschnittlichen Ordervolumen von 5.000 Euro und 12 Ordern von Aktien pro Jahr fallen bei den günstigsten Anbietern derzeit rund 50 bis 60 Euro jährlich an (Stand Januar 2016). Wählt man ein anderes Depot, können sich die Kosten schnell auf über 200 Euro belaufen. Bei höheren Depotvolumen und mehr Transaktionen pro Jahr fällt der Kostenunterschied sogar noch gravierender aus. Dementsprechend stellt ein kurzer Vergleich der Konditionen und Gebühren für das Depot eine lohnende Investition dar.

Bei einem Wechsel des alten und Eröffnen eines neuen Aktiendepots fallen im Übrigen keine Kosten an. Denn der Bundesgerichtshof hat bereits 2004 entschieden, dass die Berechnung von Gebühren bei einem Depot Wechsel nicht rechtmäßig ist. Schließlich hat das jeweilige Geldinstitut die gesetzliche Pflicht zur Herausgabe der Wertpapiere aus dem Depot. Damit ist der Aktiendepot Wechsel an sich und auch die Kündigung eines bestehenden Depotkontos nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Aktiendepot Test

Die Stiftung Warentest hat zuletzt im Juli 2015 einen großen Aktiendepot Test durchgeführt (Finanztest 7/2015). Bei dieser Untersuchung wurden 17 Online-Anbieter, 10 Filialbanken, die bundesweit tätig sind, sowie 15 regionale Anbieter, wie Sparkassen und Genossenschaftsbanken, untersucht. Als Grundlage für den Online Broker Test wurden zwei Varianten berechnet: eines für größeres und eines für mittleres Depotvolumen.

Der Test zeigt sehr eindeutig, dass die Filialbanken im Vergleich zu den Direktanbietern weitaus teurer sind. So fallen beim großen Depot (96.000 Euro, 6 Order/Jahr, Ordervolumen 6.000 und 12.000 Euro) bei den getesteten Filialanbietern mindestens 198 Euro pro Jahr an Gebühren für das Depot an. Die günstigsten Internet-Anbieter kosten laut Test nur 30 Euro jährlich. Dieses Ergebnis wird beim mittleren Depot (28.000 Euro, 20 Order/Jahr, Ordervolumen 2.000 und 6.000 Euro) bestätigt. Hier stehen Kosten von mindestens 482 Euro Gebühren in Höhe von gerade einmal 100 Euro gegenüber.

Top 4 Internet-Anbieter (sowohl mittleres als auch großes Depot)

  1. Aktionärsbank – Depot
  2. Flatex – Depot
  3. Onvista Bank – 5-EUR-Festpreis-Depot
  4. Benk – Depot

Der Testsieger bei den Direktanbietern Aktionärsbank hat allerdings seinen operativen Betrieb zum 16.11.2015 eingestellt, das Geschäft der Bank wird nun von Flatex weitergeführt, so dass Flatex derzeit laut der Experten von Stiftung Warentest mit dem besten Angebot überzeugen kann.

Broker App

Wer über ein Aktiendepot Geld in verschiedene Unternehmen investiert, möchte natürlich auch tagesaktuell wissen, wie der Stand der Dinge an der Börse ist. Mittels Smartphone gibt es mittlerweile eine Reihe von kostenlosen und kostenpflichtigen Broker Apps, die mit unterschiedlichem Funktionsumfang auch unterwegs Börseninformationen zur Verfügung stellen.

Aktiendepot eröffnen

Ein Aktiendepot zu eröffnen, ist relativ einfach. Im ersten Schritt muss das geeignete Angebot ausgewählt werden. Wer auf eine Beratung durch eine Filialbank verzichten kann, nutzt einfach ein Tool zum Vergleich, um einen günstigen Online-Broker zu finden. Ist ein Angebot für ein Aktiendepot gefunden, das den eigenen Ansprüchen entspricht, gilt es einfach das entsprechende Anmeldeformular auf der Seite des Anbieters auszufüllen. In der Regel muss dann eine Bestätigung ausgedruckt und dem jeweiligen Geldinstitut unterschrieben per Post zugesendet werden.

Dann kann über die Seite des Online Brokers das persönliche Aktiendepot und ein Portfolio angelegt werden. Die Datenübertragung erfolgt dabei bei einem guten Anbieter verschlüsselt, so dass die Geldanlage sicher und nicht ohne weiteres für Dritte einsichtig ist.

Verbraucher können sich bei vielen Aktiendepots frei entscheiden, ob sie 10.000 Euro anlegen wollen oder lieber einen höheren oder niedrigeren Betrag. Allerdings gibt es auch Depots, die einen Mindestanlagebetrag erfordern. Diese Frage sollte selbstverständlich ebenfalls im Vorfeld geklärt werden.

Wenn all diese Schritte erledigt sind und das Wertpapierdepot eröffnet wurde, steht dem aktiven Handel und der Order von Aktien nichts mehr entgegen. Gerade Anfänger und Unerfahrene sollten jedoch nicht gedankenlos drauflos investieren, sondern sich ihre Anlegestrategie genau überlegen.

Musterdepot anlegen

Mit einem Musterdepot lassen sich Depots einfach abbilden und Wertentwicklungen verfolgen. Auf diese Weise können sich Anleger beispielsweise ein genaueres Bild über bestimmte Aktien verschaffen, bevor diese geordert werden. Auch Anfänger können profitieren, indem sie ein Musterdepot anlegen, da sie sich hier ganz ohne Risiko ausprobieren können. Bei verschiedenen Anbietern gibt es dieses kostenlos.

Musterdepot Vergleich

Wer ein Musterdepot nutzen will, kann sich im Vorfeld mittels Vergleich einen Eindruck darüber verschaffen, welche Funktionen der jeweilige Anbieter zur Verfügung stellt. Beispielsweise ist häufig eine Community mit Themenforen angeschlossen, in denen sich Anleger mit unterschiedlichen Erfahrungen problemlos online austauschen können. Auch bei der Handhabung der Musterdepots, wie die Einrichtung von Watchlisten oder die Verfügbarkeit einer App, gibt es Unterschiede.